Aktiv&Jung 01|2022
Klar, hat oma auch schon gesagt. Damit hatte sie Recht. sattes Grün, frische Luft, Ruhe! Warum Waldluft gesund ist, liegt auf der Hand: Je weiter du in den Wald gehst und von der stadt entfernt bist, desto sauberer die Luft. Kaum etwas eignet sich so gut zum Abschalten und Auf- tanken wie ein Spaziergang im Wald. Er macht den Kopf frei, den Puls ruhig, erfrischt und belebt. Was viele jedoch nicht ahnen: EinWaldspaziergang vermag viel mehr, als nur der Entspannung zu dienen. In mancher Hinsicht, das bele- gen Studien, bietet er sogar einen ähnlich großen gesund- heitlichen nutzen wie schweißtreibender Sport. GESUnDE WAlDlUFT Zugegeben, das trifft auf jede Form der Bewegung zu. Der höhere Sauerstoffanteil der Waldluft gibt deinem Stoff- wechsel allerdings einen kleinen extra Boost. Ein weiterer positiver nutzen des Gehens: nur 3000 Schritte täglich mehr genügen offenbar, um das Risiko für Arterienverkal- kung – und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall – erheb- lich zu reduzieren. Es scheint gerade die Waldluft zu sein, die dem Herz-Kreislauf-System besonders guttut. In Wäl- dern ist die luft so staubarmwie sonst nur imGebirge oder amMeer. HIER HERRSCHT RUHE Zumindest fast. Vögel können nämlich ganz schön laut sin- gen und auch derWind in den Baumkronen ist nicht immer leise. Dennoch kommen diese Geräuschemit einer deutlich geringeren Dezibel-Zahl daher, als der klassische Stadtlärm. Und entspannender als Sirenen, Hupen, Motoren und die Musik des nachbarn sind sie auch. Zudem steigern Wald- spaziergänge das Selbstwertgefühl, heben die Stimmung und bauen Stress ab. Die Wirkung verstärkt sich, wenn auf demWeg ein See liegt oder ein Bach dahinplätschert. WALDLUFT ist gesund Die Seele wird vom Pflastertreten krumm. Mit Bäumen kann man wie mit Brüdern reden Und tauscht bei ihnen seine Seele um. Die Wälder schweigen. Doch sie sind nicht stumm. Und wer auch kommen mag, sie trösten jeden. Erich Kästner RAtGeBeR 5
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