Aktiv&Jung 02|2019
FITNESS den Rhythmus im Blut TANZEN Tanzen ist… Lebensfreude pur! Und der Fit-Faktor kommt dabei auch nicht zu kurz. Wie wäre es denn mal mit Tanzen? Wer mit seinemPartner das Parkett betritt, um zu einem Walzer, Tango oder Foxtrott zu tanzen, schärft seine Aufmerksamkeit und erhöht die Konzentration. Gefühl und Sport ie- ßen beim Tanzen ineinan- der, was vielleicht den besonderen Reiz ausmacht. Tanzen vermag vieles Tanzen tut Leib und Seele gut. Die BewegungnachderMusik steigert die Lebensfreude und verscha t gute Lau- ne. Es hilft Stress abzubauen und schenkt neue Energie. Wer tanzt, verbessert die Ko- ordinationsfähigkeit und stärkt die Merkfä- higkeit. Große Studien haben gezeigt, dass Tanzen sogar der Entwicklung von Demenz vorbeugen kann. Für langjährige Paare ist das Tanzen eine Gelegenheit, etwas wieder Ge- meinsames zu unternehmen und an glück- liche Zeiten als Jungverliebte anzuknüpfen. Tanzen hält t Tanzen hält den ganzen Körper t. Trainiert werden unter anderem Ausdauer, Geschicklichkeit, Gleichgewicht, Ge- dächtnis und Konzentration. Wer zu Jive oder Rock'n'Roll tanzt, hält auch sein Bindegewebe leistungsfähig. Bei diesen Paartänzen stellen die schnellen und hüpfenden Bewegungen ein gutes Faszientraining dar. Das verklebte Bindegewebe um Muskeln und Organe, auch Faszien ge- nannt, wird gelöst und die Bewegungselastizität gefördert. Wissenschaftler sehen in starren Faszien häu g die Ursa- che für Schmerzen. Regelmäßiges Faszientraining kann zum Beispiel Rückenschmerzen vermeiden. Es gibt viele Variationen Welche Tanzrichtung Sie wäh- len, hängt vom ihrem Mu- sikgeschmack, ihrer Vorliebe für bestimmte Bewegungen und auch von der Frage ab, ob ihnen ein Tanz- partner zur Seite steht oder nicht. Sie lieben die klassischen Gesellschaftstänze? Dann sollten sie sich bei einem der Einsteiger- oder Wiederholerkurs für Standard-Latein anmelden, die alle Tanzschulen im Pro- gramm haben. Wenn sie keinen Partner haben, vermitteln ih- nen die meis- ten Tanzstu- dios einen Herrn/eine Dame. Über das Üben im Unterricht hinaus gewinnen sie vielleicht jemanden, mit dem sie auch nach Abschluss des Kurses wei- terhin das Tanzbein schwingen können. Wenn ihnen der Sinn nicht nach Paar- tänzen steht, dann sollten sie sich bei den Angeboten zu Line Dance, Krei- stänzen oder Bauchtanz umsehen. Oder gleich die sportlichere Vari- ante wählen und Hip-Hop oder Jazztanz buchen. Im Vergleich mit einem Kraft-Ausdauer-Trai- ning steigert regelmäßiges regelmäßiges Tanzen im Alter nicht nur Ausdauer, Körper- wahrnehmung und Kraft, sondern auch den Gleichgewichtssinn und die Gedächtnisleis- tung. Während des Tanzens und der damit verbundenen Lern- und Erinnerungsprozesse werden insbesondere jene Hirnareale gefor- dert und trainiert, die von altersbedingten Krankheiten betroffen sein können. 10 aktiv & jung 2|2019
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