Aktiv&Jung 02|2019

BEAUTY GESICHTSPFLEGE Es klingt banal, hilft aber im- mer: cremen, cremen, cremen. Wer sowohl morgens als auch abends eine reichhaltigere Pflege als im Sommer verwendet, versorgt seine Haut mit ordentlich Feuchtig- keit. Wichtige Voraussetzung: Die Creme sollte rückfettend sein und möglichst nicht auf Wasserbasis be- stehen. Viele Feuchtigkeitscremes enthalten den künstlich hergestell- ten Harnstoff Urea, der Feuchtigkeit bindet. Allerdings sollten nicht mehr als 10 Prozent Urea enthalten sein, da empfindliche Haut darauf mit Ir- ritationen reagieren kann. Pflanzli- che Öle wie Mandel- oder Jojobaöl enthalten viel Linolsäure, die auch in der Haut vorkommt. Damit be- kommen Sie besonders trockene Stellen geschmeidig. Auch Shea- Butter pflegt trockene Haut optimal. HAUTPFLEGE Um die Haut zusätzlich vor Austrock- nung zu schützen empfiehlt es sich zum Duschen rückfettende Wasch- oder Duschlotionen zu verwenden, diese sollten zudem pH-neutral (pH Wert 7) sein. Gut geeignet sind auch Duschöle. Duschen oder Baden Sie am besten warm (unter 35 Grad), da zu heißes Wasser natürliche Fet- te einzieht. Für die Hautpflege ist eine rückfettende Bodylotionen die beste Wahl. Optimal sind Erzeug- nisse mit einem hohen Anteil an Feuchtigkeitsbindern, beispielswei- se mit dem synthetisch hergestellten Harnstoff Urea. Die Schutzfunktion der Haut wird so wiederhergestellt und der Flüssigkeitsverlust ausge- glichen. HANDPFLEGE Besonders unsere Hände leiden im Winter unter trockener Haut. Sie besitzen ohnehin schon we- nige Talgdrüsen, die bei eisigen Temperaturen noch weniger Fett produzieren. Ständiges Waschen mit heißem Wasser und Seife greift zudem die Schutzhülle der Haut an den Händen an. Waschen Sie die Hände mit lauwarmem Wasser und hautfreundlicher Seife, etwa mit der Angabe „pH-hautneutral“. Gut abtrocknen und eincremen. Ist die Haut noch leicht feucht, werden die Inhaltsstoffe der Lotion besonders gut aufgenommen. Verwenden Sie eine besonders fette, reichhaltige Handcreme, etwa mit Olivenöl, Nachtkerzenöl und Urea. Lotionen mit Vitamin A und E sowie Panthenol fördern die Regeneration der ange- griffenen Haut an den Händen. LIPPENPFLEGE Die sensible Haut der Lippen ist nicht nur sehr dünn, sondern besitzt auch kaum Talgdrüsen. Kein Wun- der, dass Lippen im Winter schnell rau und spröde werden. Dagegen helfen spezielle Pflegestifte, die na- türliche Öle und Wachse enthalten und die Haut vor Feuchtigkeitsver- lust schützen. Zuhause pflegt ein kleiner Klecks Honig ab und an die Lippenoberfläche. Das Natur- produkt fördert auch die Heilung rissiger Stellen – ebenso wie der Wirkstoff Panthenol. Auch im Winter macht ein UV-Filter in der Lippen- pflege Sinn. A usgerechnet bei Kälte fährt die Haut ihre Talgproduktion her- unter. Ab acht Grad Celsius oder kälter produziert sie gar kein Fett mehr. Auf diese Weise verliert die Haut schnell zu viel Fett und zu viel Feuchtigkeit. Dazu kommt in der kalten Jahreszeit noch, dass die Haut ständig einen Warm-Kalt- Wechsel verkraften muss und Hei- zungsluft sie zusätzlich austrock- net. All diese Winter-typischen Faktoren sorgen dafür, dass die Haut häufig aus dem Gleichge- wicht gerät. Anzeichen der Stö- rung durch äußere Einflüsse wie Kälte und trockene Luft sind Rö- tungen, trockene oder schuppige Stellen sowie eine Neigung zu Ent- zündungen. Bildnachweis: © olenachukhil – stock.adobe.com 7 aktiv & jung 2|2019

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