Aktiv&Jung 02|2023
rbe im Raum WOhnen eine harmonische Gestaltung muss man bedenken, dass Farben nicht nur das Tageslicht, sondern auch das Raumempfinden beeinflussen – man braucht ein Farbkonzept. Eine Farbe in all ihren Tiefen und Höhen, ein Ton- in-Ton-Konzept, erzielt die einfachste aller harmonischen Farbwirkungen. TIEFE FARBTÖNE SIND TREND Anders als bei weißen Wänden, die Schmutz fast magisch anziehen, sieht man auf den dunklen Tönen nichts. Meint man. Eine Eigenart von matten Farben mit vielen Pigmenten aber ist, dass sie zeichnen, wie der Fachmann sagt. Jede Berührung hinterlässt eine Spur, den Polier- oder Schultafel- Effekt. Was tun? Farblos versiegeln? Bloß nicht. Wenn bereits Polierspuren zu sehen sind, würde man diese fixieren. Eine Ver- siegelung auf große Flächen gleich- mäßig aufzubringen, gelingt Laien zudem meistens nicht. BLICKACHSEN MIT FARBE BILDEN Auch ungünstig geschnittene Zim- mer lassen sich mithilfe von Farbe verbessern. Mehr noch – Farbe ist dafür schlicht das einfachste und ne- benbei günstigste Mittel, weil sich da- mit der Blick gezielt lenken lässt. Sie können so Räume optisch verkürzen oder erweitern, Zonen in der Wahrneh- mung verbinden oder voneinander abgrenzen. Ein langer, schlauchför- miger Raum zum Beispiel wirkt kompakter, wenn Sie eine der kurzen Sei- ten in einem intensiven Ton, am besten in einer Braun- oder Rotnuance streichen. Niedrige Räu- me fühlen sich höher an, wenn die Zimmerdecke heller ist als dieWände. ERST MAL PROBIEREN Neue Farben sollte man zu Hause testen. Übertragen Sie Ihren Lieb- lingston mithilfe von Computer, Co- pyshop oder einfach mit Pinsel und Probetöpfchen auf ein DINA-3-Blatt. Pinnen Sie es an die Wand und be- trachten es mindestens drei Tage lang zu verschiedenen Tageszeiten. Gefällt der neue Ton dann noch, ist er die richtige Wahl. aktiv&jung 2|2023 25
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