aktiv&jung 01|2020
Es ist ein Thema, das bei Frauen immer wieder für Verunsicherung sorgt: dieWechseljahre. Etwa ab Mitte 40 stellt sich der Körper der Frau darauf ein, keine Kinder mehr zu bekommen. Denn die Eierstöcke verfügen nur über einen endlichen Vorrat an Eizellen, der irgendwann aufgebraucht ist. Damit geht die Produktion des weiblichen Sexualhormons Östrogen zurück, das an vielen Prozessen im Körper beteiligt ist. Bemerkbar macht sich der Rückgang zunächst dadurch, dass die Monatsblutung seltener wird, bis sie ganz aussetzt. Vor allem in der Zeit um die letzte Periode herum sind die Hormon- schwankungen am stärksten. Während manche Frauen jedoch gar nichts davon merken, werden andere regelrecht aus der Bahn geworfen. DIE STATIONEN DES KLIMAKTERIUMS DieWechseljahre beschreiben eine viele Jahre andauernde Phase. Sie besteht aus drei Teilen: der Prämenopause vor der letzten Regelblutung, der Perimenopause, die ein bis zwei Jahre um die Menopause herum liegt, und schließlich der Postmenopause. Sie dauert vom Ende der Perimeno- pause bis etwa zum Alter von 65. In der Prämenopause reift nicht mehr in jedem Zyklus ein Ei heran, die Regel wird unregelmäßig. Um die Eierstö- cke anzuregen, produziert die Hirnanhangdrüse daraufhin vermehrt das follikelstimulierende Hormon FSH. Das wie- derum bringt das Gleichgewicht der Sexualhormone Ös- trogen und Progesteron durcheinander. Anfangs herrscht meist ein Östrogenüberschuss, der zu ersten Beschwerden wie Brustspannen oder Wassereinlagerungen führt. Im weiteren Verlauf dieser Phase herrscht dann Östrogen- mangel, begleitet von den allseits gefürchteten Klassikern Hitzewallungen, plötzlichen Stimmungsschwankungen oder auch Schlafproblemen. GESUNDHEIT Die Hormone schicken viele Frauen in den Wechseljahren auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Eine Zeit des Leidens? Nein! Lassen Sie es sich gut gehen. Gerade jetzt! WECHSEL- JAHRE Und nun? 16 aktiv & jung 1|2020
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