Aktiv&Jung 02|2019

Die Augen liefern uns 80 Prozent unserer Sinnes- eindrücke. Solange sie ihren Dienst tun, beach- ten wir sie kaum. Aufmerksamkeit bekommen sie erst, wenn die Leistung nachlässt. Dabei würde es sich lohnen, den Augen etwas Gutes zu tun – be- vor es Probleme gibt. Qualm greift Sehnerv und Netzhaut an Viele Raucher sorgen sich um ihre Lunge und die Atemwe- ge. Dass Zigaretten auch den Augen schaden, ist laut Um- fragen 56 Prozent von ihnen nicht bewusst. Tabakkonsum verengt die Gefäße, vermindert die Durchblutung, fördert entzündliche Prozesse und lässt die Linse schneller altern. Außerdem haben Raucher oft einen erhöhten Augenin- nendruck. UV-Strahlen Viele denken an einen UV-Schutz für die Haut, nur wenige an den für die Augen. Dabei leiden diese genauso unter intensiver Sonnenbestrahlung. An hellen Sommertagen, in südlichen Ge lden, im Gebirge, beim Skifahren oder am Wasser ist zusätzlicher Schutz nötig. Wasser und Schnee re ektieren bis zu 90 Prozent des Lichts und erhöhen das Risiko für Beeinträchtigungen. Ausgewogene Ernährung Vor kurzemmachte in der Augenheilkunde eine Studie aus London Furore. Forscher hatten herausgefunden, dass ein Vitamin-C-reicher Speiseplan das Risiko, an grauem Star zu erkranken, um ein Drittel senkt. O enbar sammelt das Vitamin sich in der Augen üssigkeit und verhindert eine Trübung der Linse. Das gelte vor allem für Vitamin C und A. Ersteres steckt etwa in Orangen, Brokkoli und Grünkohl, Letzteres in Karotten, Leber, Fisch, Eiern und Spinat. Entspannung Entspannungsübungen helfen, den Augeninnendruck zu senken und die Blutversorgung des Sehnervs zu verbes- sern. Ob Meditation, Musiktherapie, Hypnose, bestimmte Yoga-Praktiken oder autogenes Training – es eignet sich alles, was Stress und Ängste abbaut. Auch ausreichender Schlaf erfreut die Augen: Sind sie geschlossen und müssen sie nicht arbeiten, entspannt sich ihre Muskulatur, die Seh- kraft erholt sich. GESUNDHEIT A ge g sundh it In jungen Jahren haben wir „Adleraugen“ – im Alter lässt die Sehfähigkeit dann leider oft nach. Zusätzlich strengt unser modernes Leben – Arbeiten am Computer, Smartphones, langes Fernsehen – die Augen an. Die gute Nachricht: Wir können im Alltag selbst viel dazu beitragen, das wichtige Sinnesorgan zu schützen. Übergewicht, schlechte Blutfettwerte, Diabetes, Gefäßablagerungen und Bluthochdruck sind Risikofak- toren für Augenkrankheiten, die sich über die Ernährung beeinflussen lassen. Unsere Augen brauchen reichlich Obst, Gemüse und Vollkorn, aber wenig Zucker und Fett. Eine Ausnahme bilden Omega-3-Fettsäuren, wie sie Leinsamen und fetter Seefisch enthalten. 16 aktiv & jung 2|2019

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